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Wenn der Biber die Straße "anknabbert"

Gemeinde Stulln

Was für Radfahrer idyllisch aussieht, wurde für die Gemeinde zuletzt zu einer Herausforderung.

Entlang der Gemeindeverbindungsstraße (GVS) von Brensdorf nach Schwarzenfeld fließt der Hüttenbach – und mit ihm leben dort Biber. Die Tiere fühlen sich offenbar besonders wohl, denn sie graben regelmäßig ihre Höhlen unter die Straße. Diese haben Folgen: Uferböschungen, Bankette, Untergrund und Tragschichten der Straße wurden immer wieder beschädigt. Das führte zu Setzungen, Rissen und teilweise gefährlichen Fahrbahnschäden. Im Oktober rückte deshalb die Baufirma an. Die Straße wurde voll gesperrt, ursprünglich für zwei Wochen – am Ende dauerte es wegen des Ausmaßes der Schäden dreieinhalb Wochen. Bei den Arbeiten wurden sechs Biberhöhlen entdeckt, die bis direkt unter die Fahrbahn reichten. Insgesamt zählte man im 750 m langen Abschnitt rund 35 Höhlengänge. Diese wurden freigelegt, überprüft, verfüllt und anschließend mit Wasserbausteinen dauerhaft gesichert, um künftige Probleme zu verhindern. Neben der Biber-Baustelle nutzte die Gemeinde die Gelegenheit, um auch zahlreiche Straßenschäden zu beseitigen. Vor allem heruntergefahrene Fahrbahnränder und Netzrisse mussten ausgebessert werden – verursacht durch den zunehmend schweren landwirtschaftlichen Verkehr, dessen breite Fahrzeuge die Straßenränder stark beanspruchen. Die Gesamtmaßnahme kostete rund 48.000 Euro. Seit Ende Oktober ist die Strecke wieder sicher befahrbar – ob der Biber bleiben kann oder nicht, ist derzeit noch offen. 

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