Geschichte des Stullner Chors

Ein Kirchenchor wird erstmals 1950 in den „Notizen zur Volksschule Stulln“ in einem von Hauptlehrer Josef Neumeier zusammengestellten Jahresbericht erwähnt. Im selben Jahr findet sich im „Neuen Tag“ ein Bericht über die Stullner „Genskirwa“, die alljährlich an einem Sonntag um das Fest des heiligen Martin (11. November) gefeiert wird. Da weilte nämlich H. H. Pfarrer Johann Mühlbauer aus Schwarzenfeld in Stulln. „Im überfüllten Kirchlein zelebrierte er ein feierliches Amt. Der neue Kirchenchor unter der Leitung des Schulleiters umrahmte den Gottesdienst mit der Leopoldmesse von Gruber“.

Maria Klarner, Anna Marie Prokisch, Wanda Rath, Elsa Ströll und Gertrud Weidenthalter sangen Sopran, Ida Olschner, Aloisia Pretzl, Walli Rath und Inge Sellner Alt. Zum Tenor zählten Adolf Prokisch, Hans Scheck und Karl Wabro, das Fundament, den Bass, bildeten Anton List und Josef Neumann. Hauptlehrer Josef Neumeier leitete die Gruppe und begleitete Chor und Volk auf einem betagten Harmonium. Der Chor löste sich  kurz nach dem Einzug in die Sankt-Barbara-Kirche auf.

In Anneliese Sir, einer jungen Angestellten im Notariat Nabburg, fand Pfarrer Wolf eine engagierte Kraft, die mit 45 Mädchen und Buben einen Neuanfang wagte. Der Kinderchor trat dem Oberpfälzer Volksliedkreis (OVK) bei. Otto Peisl versorgte ihn mit Mundartliedern, und die Gruppe nahm u.a. auch im Josefshaus Amberg an Rundfunkaufnahmen teil. Bei ihren Auftritten kleideten sich die Mädchen in ein schmuckes Leinendirndl in den Farben rostbraun und grün. 1958 übernahm Barbara (Betty) Kreusl, geb. Baumann, Pfarrhaushalt und Kirchenchor. Sie leitete ihn bis Sommer 1968.

Ende 1968 verließ Pfarrer Wolf Stulln. Pfarrer Josef Kasparbauer aus Schwarzenfeld wurde mit der Vertretung beauftragt. Als exzellenter Sänger und Förderer des Chorgesangs wollte er nicht, dass der Stullner Chor erneut aufgegeben werde und brachte Schulschwester Isengard Bäuml mit. Sie ergänzte den Chor mit jungen Leuten, leitete ihn von Weihnachten 1968 bis zu ihrer Versetzung von der Schwarzenfelder Schule im Sommer 1973 nach Burglengenfeld.  Lehrer Heinz Prokisch hatte an Sonntagen schon seit 1968 als Organist ausgeholfen. Im Sommer 1973 bat ihn Pfarrer Johann Tausendpfund, die Leitung des Chores zu übernehmen.
 

In den Vorabendmessen spielen Gerda Schwarz und Rudolf Singer die Orgel.

zurück